Bad Breisig

Rheinland-Pfalz, Kreis Ahrweiler, VG Bad Breisig, 60–230 m, 9000 Einwohner

  


Uferpromenade in Bad Breisig
Der Name "Breisig" ist keltischen Ursprungs. In römischer Zeit begann bei Brisiacum mit dem Vinxtbach die Grenze zwischen den Provinzen Nieder- und Obergermanien. Das frühere "Breisiger Ländchen" ging durch Schenkung an das Stift der Essener Äbtissin Mathilde über, zu dem es bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen im Jahre 1794 gehörte. Durch die Zugehörigkeit zu Essen erlangte Breisig sehr früh eine fast städtische Bedeutung. Handel und Gewerbe wurden durch die Verbindung gefordert. Unter der Fürstäbtissin Berta von Arnsberg erfolgte gegen 1280 eine Befestigung der Ortes mit Graben und Ringmauer. 1362 schloss Breisig zum Schutz seines Ortes mit der Stadt Andernach eine Bürgergemeinschaft. Im Jahre 1374 erhielt Breisig von Kaiser Karl IV. Marktrechte, deren Verleihung an eine gewisse Bedeutung des betreffenden Ortes gebunden war.
Die Pfarrkirche Breisigs war im Mittelalter die St. Viktorkirche in Oberbreisig.
Schon früh begannen die Bemühungen, Breisig für den Fremdenverkehr zu erschließen. Bereits 1877 wurde ein Verschönerungsverein mit dem Ziel gegründet, Breisig als Luftkurort heraus zustellen.
Aber erst mit der Erbohrung der Thermalsprudel konnte der Grundstein zu einem Fremdenverkehrsort und spätere Heilbad gelegt werden. Der Kurort bietet Thermalbäder und medizinische Anwendungen. Das Bad ist empfohlen bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Herz- und Kreislaufstörungen, Stoffwechselkrankheiten (Diabetes) und Nierenerkrankungen.
Es bestehen drei Thermalsprudel mit natürlicher Wärme von 28–30 °C: Römer-Thermem, Thermalhallenbad mit Außenbecken und Saunalandschaft, zwei Heilbadehäuser. Kurhaus mit Kurpark. Beheiztes Hallen- und Freibad.


Die Weinstube "Altes Zollhaus"
Die Bedeutung der heutigen Stadt "Bad Breisig" hat sich seit der Verleihung der Marktrechte im Jahre 1374 konstant erhalten. Dass Bad Breisig der Mittelpunkt war zeigte sich darin, dass die evangelische Kirche für mehrere Gemeinden im Umkreis in Breisig gebaut und 1902 fertiggestellt wurde.
Viele Ereignisse in den letzten Jahren sind für Bad Breisig bedeutsam gewesen und haben es neu geformt. Am 8. Juni 1969 wurden die früheren Orte Bad Niederbreisig, Oberbreisig und Rheineck aufgelöst und aus ihrem Gebiet die neue Gemeinde Bad Breisig gegründet. Am 2. Mai 1970 wurde Bad Breisig zur Stadt ernannt.
Schloß Rheineck (nicht zu besichtigen) war früher eine pfalzgräfliche Burg (um 1115). 1832 wurde sie durch J. C. von Lassaulx restauriert.
Die oktogonale Kapelle (um 1200) enthält Wandgemälde des Nazareners Steinle (1837–1840). Von Rheineck aus besteht eine phantastische Aussicht.
Der am Fuß des Berges in den Rhein mündende Vinxtbach bildet die Sprachscheide zwischen Ober- und Niederdeutsch, zur Römerzeit die Grenze von Ober- und Niedergermanien.
Sehenswert in Bad Breisig sind weiterhin die Barockkirche St. Marien, die Kirche St. Viktor mit Wandgemälden aus dem 13. und 14. Jh., das alte Zollhaus aus dem 15. Jh. mit Hochwassermarken, das Puppenmuseum im alten Rathaus, das Schultheißenhaus (1670) in der Biergasse und das Kölnerhaus, Wanderhütte des Eifelvereins OG Köln.
Segel- und Motorfliegen am Flugplatz Mönchsheide. Märchenwald am Kesselberg (Tel. 02633/8534). Kutschfahrten.

Ausführlicher Text über Bad Breisig

Info Adresse:

Tourist-Information Bad Breisig
Koblenzer Str. 59
53498 Bad Breisig,
Tel. (0 26 33) 4 56 30
Fax (0 26 33) 45 63 50

  Jährliche Feste:

  • Brunnenfest (Christi Himmelfahrt bis So.)
  • Kulinarischer Woche im Juli mit Schlemmerabend (Open-Air-Buffet) und Sommernachtfest (mit großem Höhenfeuerwerk)
  • Zwiebelmarkt (3. Wochenende im September, Sa. bis Di.)

Informationen:
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