Auf einen Blick: Schloss Arienfels (13./17./19. Jh.), Pfarrkirche St. Peter und Paul (18. Jh.), Burg Ariendorf (19. Jh.).
Von der Bundesstraße hat man einen guten Blick auf das theatralisch wirkende Schloss Arenfels. Es wurde um 1258 von Gerlach von Isenburg als Burg erbaut und im 17. Jahrhundert zum zeitgemäßen Renaissanceschloss erweitert. Später kam es in den Besitz der Grafen von der Leyen, 1849 dann in den der Grafen von Westerholt-Gysenburg. Graf Friedrich Ludolf beauftragte keinen geringeren als Zwirner mit den Umbauplänen für das vom Zerfall bedrohte Gebäude, das Ergebnis steht vor uns.
Schon in der Steinzeit lebten auf dem Boden der heutigen Stadt Jäger. 1970 fand man Knochenanhäufungen verschiedener Tiere in der Ariendorfer Kiesgrube und die Überreste einer aus Mammutrippen erbauten Behausung, der ältesten in Europa. Der Limes begann 60 Meter vor der heutigen südlichen Stadtgrenze und führte dann 700 m über das Stadtgebiet. Wahrscheinlich war Hönningen schon vorher ein keltischer Siedlungsplatz. Um 800 taucht der Ort als »Hohingen« in einer Karte des Engersgaues auf, wird aber erst 1019 erstmals urkundlich erwähnt. Weitere mittelalterliche Belege existieren über diverse Schenkungen. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1217 erfolgt die erste Nennung von Ariendorf. Sehenswert dort die neugotische Burg und die Fachwerkfront zur Bahn hin.
Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ist Bad Hönningen Kurort dank seiner Quellen, besonders bei Rheuma, Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Therme, direkt am Rhein gelegen, bietet in zwei Innen- und einem Außenbecken ein Thermalbad bis 43° C, eine Saunalandschaft und Solarien. Die Rheinpromenade, ein Fahrradverleih, Minigolf, Tennis und Reitmöglichkeiten und, während der Saison, Kurkonzerte sorgen für Beschäftigung. Und auf dem »Hönninger Schlossberg« wachsen edle Weine.
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