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Bingen
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Rheinland-Pfalz, Kreis Mainz-Bingen,, 26700 E., 80 m |
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![]() Blick auf die Basilika und den Rhein |
Das "Tor zum Mittelrhein" liegt linksrheinisch, südlich der Nahemündung und beinhaltet die Ortsteile Bingerbrück, Dromersheim und Sponsheim. Vor 2000 Jahren stand hier das Römerkastell "Bingium", wovon noch die "Drususbrücke" über die Nahe zeugt: Ihre Fundamente sind römischen Ursprungs. Im 5. Jahrhundert gab es in Bingen bereits Christen und nach der Belagerung durch die Normannen im 9. Jahrhundert übertrug Kaiser Otto II. das Gebiet um die Nahemündung herum Erzbischof Williges. Es ist bekannt, dass Kaiser Heinrich IV. im Jahre 1105 in Bingen Gefangener seines eigenen Sohnes Heinrich V. war und dass im 12. Jahrhundert die heilige Hildegard von Bingen, eine wichtige mittelalterliche Naturforscherin, Seherin und Mystikerin, hier ein Kloster erbauen ließ. 1301 wurde Bingens Burg Klopp im Zollkrieg von König Albrecht I. erobert und zerstört, um eine Zollaufhebung zu erzwingen. Nach Albrechts Ermordung 1308 war die Zollaufhebung allerdings gebrochen. Im Dreißigjährigen Krieg folgten einige weitere Belagerungen, 1666 brach die Pest aus, 1689 zerstörten die Franzosen Bingen, und 1797 ging die Stadt an Frankreich. |
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Sehenswert ist der im neugotischen Stil in der Mitte des Rheins als Spähturm der Burg Ehrenfels errichtete Mäuseturm aus dem 13. Jahrhundert. Da es von Burg Ehrenfels unmöglich ist, den nördlichen Teil des Rheins einzusehen, mußte ein Wachturm erbaut werden, um eventuelle "Besucher" früh genug zu erkennen. Daher stammt auch der Name des Gebäudes: Mausen bedeutet "Ausschau halten wie die Katze nach der Maus". |
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![]() Burg Klopp beherbergt die Stadtverwaltung |
In der Sage ist die Namensgebung aber wesentlich spektakulärer: Der geizige Bischof Hatto flüchtete 969 vor einer riesigen Mäuseschar in den Turm, doch die Mäuse schwammen durch den Rhein hinter ihm her und fraßen ihn auf. Jeweils mit Burg Ehrenfels 1636 von den Schweden teilweise und von den Franzosen 1689 vollständig zerstört, rettete der Romantiker König Friedrich von Preußen das Bauwerk, indem er 1848 den Unterbau des Vorwerks und 1855 den ganzen Turm restaurieren ließ. Von ihm stammt auch der neugotische Stil. Seitdem diente der Mäuseturm bis 1974 als Signalstation für die Rheinschifffahrt. Das Wahrzeichen von Bingen ist die Burg Klopp, die die Stadt auf einem Hügel im Häusermeer überragt. Ursprünglich stand hier eine römische Anlage, später, in der Regierungszeit der Erzbischöfe, war Burg Klopp Sitz der adeligen Burgmannen. Im Zollkrieg 1301, erhielt die Festung den Ehrentitel "das unüberwindliche Haus Klopp", da die Burgbesatzung sich erst ergab, als ein Brand die Verteidigung sinnlos machte. |
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Nach der Zerstörung durch die Franzosen, 1689, war sie geradewieder aufgebaut, als ihr Besitzer (Domkapitel zu Mainz) sie 1713 sprengen ließ, um nachfolgenden Kriegen den Stützpunkt zu entziehen. Nach 1875 erfolgte ein weiterer Aufbau und 1897 kaufte die Stadt die Burg. Seither war Burg Klopp Rathaus und Heimatmuseum. Über dem Torhauseingang ist das Wappen des Domkapitels zu Mainz abgebildet und im Heimatmuseum ist das gesamte Instrumentarium eines römischen Arztes ausgestellt. |
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![]() Das bekannteste Wahrzeichen: der Mäuseturm |
Die Fundamente des 52 m tiefen Brunnens und des Bergfriedes stammen ebenfalls von den Römern. Sehenswert sind Rheingoldsaal und Burgrestaurant (Aussicht). Gegenüber von Bingen, auf der anderen Rheinseite, befindet sich die um 1215 als Zollburg von den Brüdern von Bolanden errichtete Ruine Ehrenfels. Um 1270 kam sie zu den Erzbischöfen von Mainz und diese benutzten Burg Klopp, Ehrenfels und Mäuseturm als Sperrriegel gegen Angriffe von Norden. In Kriegszeiten brachten sie sogar ihren Domschatz auf der Burg in Sicherheit. Das imposante Bauwerk mit der von Türmen flankierten, mächtigen Schildmauer ist seit der Zerstörung durch die Franzosen (1689) eine Ruine. In Bingen ist die Basilika St. Martin (15. Jahrhundert), die schwere Kriegszerstörungen aufweist, zu besichtigen. Sie steht auf den Fundamenten einer romanischen Basilika und enthält eine Krypta aus dem 11. Jahrhundert, eine Barockkanzel (1681) und wertvolle Kunstschätze. Die Rochuskapelle thront 105 m über dem Rhein und wurde 1666 als Pest-Mahnmal erbaut. Im Krieg 1795 zerstört, errichtete man sie 1814 als Wallfahrtskapelle neu. Interessant ist ein von Goethe gestiftetes Bild, das ihn selbst als den heiligen Rochus zeigt. In der Stadt befinden sich noch das Geburtshaus des Dichters Stefan George (1868 - 1933), Wein- und Sektkellereien, und im Ortsteil Bingerbrück das Haus des Dichters Ferdinand von Freiligrath sowie der Hildegardisbrunnen zum Gedenken an die heilige Hildegard von Bingen. Vom Kaiser-Friedrich-Turm und dem Scharlachkopf genießt man einen schönen Ausblick. In Bingen gibt es zwei beheizte Freibäder und ein Hallenbad. Tennis, Angeln, Paddeln und Rudern sind möglich. |
| Ergänzender Text zu Bingen | |
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Info Adresse: |
Jährliche Feste:
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Informationen: |
Touristikbetriebe in Bingen: |
| www.moselreise.de | www.eifelreise.de | www.hunsrueck-nahereise.de | |