Brohl-Lützing

Rheinland-Pfalz, Kreis Ahrweiler, 2600 E., 64 m

  


Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.
Im Jahre 1970 wurden im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz die Gemeinden Brohl und Niederlützingen zusammengefaßt und aus ihnen die neue Gemeinde "Brohl-Lützing" gebildet.
Brohl-Lützing liegt auf der linken Rheinseite zwischen Namedy und Bad Breisig am Eingang des Brohltales, mit seinen interessanten geoligischen Formationen. Bereits die Römer nutzten den Tuff-, Basalt-, Traß- und Phonolithstein zum Brücken- und Gebäudebau.
Die erste urkundliche Erwähnung von Brohl stammt aus dem Jahre 1252, als dem Templerhof in Niederbreisig Güter in Brohl überlassen wurden. Weiter Schenkungen in Brohl sind in den Jahren 1283 und 1284 genannt.
Seit dem 11. Jahrhundert war auf der "Burg und Veste Brohl" ein heimisches Rittergeschlecht seßhaft.
Die Burg dürfte von Vocoldus de Brule im Jahre 1089 gegründet worden sein. Einer seiner Nachkommen, Sigfrid von Brol, schenkte dem Kloster Marienstatt im Jahre 1289 einige Güter in "Rönzge". Zu Beginn des 14. Jahrhunderts schein das Geschlecht jedoch in der männlichen Linie ausgestorben zu sein, so dass Erzbischof Balduin von Trier den Besitz an den Pfalzgrafen Rudolf, Herzog von Bayern, vergab. Ihm folgte im Jahre 1353 als Lehensträger Pfalzgraf Ruprecht der Ältere. Anfang des 15. Jahrhunderts dann die Grafen von Rheineck. Am 31. Januar 1746 wurde Brohl von der Landgemeinde Breisig getrennt und erhielt eine eigene Verwaltung. Die Kirche St. Lambertus zu Niederlützingen ist in ihrem Kern 1271 errichtet worden. Bemerkenswert ist dabei, dass von vorne herein ein gotisches Gewölbe eingebaut wurde. Die Kirche besitzt etliche wertvolle Paramente, Kelche und Monstranzen.


Die Schweppenburg umgeben von Wäldern.
Die Schweppenburg im Brohltal, ein Schmuckstück dieses romantischen Tales, darf einen besonderen Beitrag beanspruchen. Sie liegt im Gebiet der Gemeinde Niederlützingen. Das hochaufragende Schlößchen mit seinen Volutengiebeln und seinen von welschen Hauben gekrönten Ecktürmen erhielt seine heutige Gestalt durch einen Umbau in den Jahren 1637 - 39 unter Bertram von Metternich. Dadurch verlor es den Charakter einer Wehrburg, den es vordem besessen hatte.
Der alte Teil der Burg, dessen Fundamente 5 Fuß dicke Mauern aufwiesen, lag talaufwärts und war mit gotischen Flankierstürmschen geziert. Nach dem Umbau diente er als Wirtschaftsgebäude und wurde 1785 niedergelegt unter Rudolf Constanz, Freiherrn von Geyr.
Heute lädt der "Vulkan-Express" - eine nostalgische Schmalspur-Dampfeisenbahn - zur Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft ein. Er besitzt offene und geschlossene historische Abteile und fährt das vulkanologisch und erdgeschichtlich sehr interessante Brohltal nach Engeln hinauf.
Falls man die Rundfahrt nur zum Teil mitmachen und sich statt dessen sportlich betätigen möchte, kann man ab Engeln mit dem Fahrrad die "Ahr-Radtour" befahren und so zurück nach Brohl-Lützing gelangen. Spaziergänge sind ebenfalls möglich sowie Wanderungen über die vier Rundwanderwege des "Vulkanparks Brohltal" zur Erschließung der wunderschönen Landschaft.
Nicht weit vom Ort entfernt befindet sich die eisenzeitliche Festung auf der "Reutersley", die im Süden auf einem Hochplateau mit einem halbkreis-förmigen, aus Steinen aufgeschütteten Graben und Wall beginnt (100 m lang), der bis zu den steilen Felsabhängen zu beiden Seiten der Fläche reicht. Etwas weiter im Norden steht der nächste, sechs Meter hohe Wall mit Graben und dahinter ein 80 m langer Abschlusswall, der als Sicherung des langsam abfallenden Hanges diente. Die Anlage entstand vermutlich im 7. bis 6. Jahrhundert vor Chr. und deutet auf späte Hallstattzeit hin.

Ergänzende Texte zu Brohl-Lützing

Info Adresse:

Fremdenverkehrsverband Brohltal e.V.
Kapellenstr. 12
56651 Niederzissen,
Tel.: (0 26 36) 8 03 03
Fax: (0 26 36) 8 01 46

Fahrplanansage des "Vulkan-Express": 02636/80500

  Jährliche Feste:

Informationen:
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