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Geisenheim
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Hessen, Rheingau-Untertaunus-Kreis, 11 500 E., 96-185 m |
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![]() Der Rheingauer Dom |
772 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und ist somit der früheste bekannte Ort des Rheingaus. Zu ihm gehören die Stadtteile Johannisberg und Marienthal. Seinen Zweitnamen "Lindenstadt" erhielt Geisenheim von der sechs-hundertjährigen Tanz- und Gerichtslinde, deren Doppelkrone noch heute vor dem Rathaus aufragt und die schon 1585 schriftlich genannt wurde. Sehenswert ist das Schloß der Grafen Schönborn, das ein Herrenhof und der Lieblingsplatz des Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn war, der Leibniz, den großen Mathematiker, hierher einlud. 1550 wurde das Schloß mit drei Etagen aus Stein erbaut, wobei insbesondere der große Erker am Ostgiebel und die vier Ecktürme zu erwähnen sind. Innen können Täfelungen und Türen von 1683 besichtigt werden. 1647 fanden in Schloß Schönborn Vorverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges statt. Ein wichtiges und interessantes Monument ist der "Rheingauer Dom", eine katholische Pfarrkirche, die schon 1146 in Urkunden genannt wurde. Ihr heutiges Aussehen stammt allerdings erst von 1500 - 1520. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die romanischen Westtürme abgerissen und statt dessen 1839 durchbrochene, neugotische errichtet. Die Hallenkirche enthält schöne Netzgewölbe und Altäre - u.a. den des Barend von Orley von 1531. Chor und Kanzel wurden um 1750 gefertigt. Weiterhin sind noch die "Muttergottes auf der Mondsichel" (17. Jahrhundert) und der Dreikönigsaltar von 1480 sehr bekannt. |
| Schloß Monrepos bietet eine schöne Garten- und Obstanlage, außerdem gibt es noch einige andere Adelssitze und Parks zu besichtigen. Nicht umsonst ist die an der breitesten Stelle des Rheins im Rheingau gelegene Stadt als Wein- und Gartenstadt bekannt. Daher wurde hier 1872 auch die "Forschungsanstalt und Fachhochschule für Wein-, Obst- und Gartenbau" gegründet. Weiterhin existieren noch die "Agrarmeteorologische Versuchs- und Beratungsstelle", "Bundesanstalt für Qualitätsforschung", Kaolinwerke, Webereien und diverse Maschinen- und Werkzeugfabriken. Longfellow-Brunnen, "Echte Quelle" und das Jagdfliegerehrenmal sind ebenfalls einen Besuch wert. |
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![]() Blick auf Schloss Johannisberg. |
Im Stadtteil Johannisberg liegt das gleichnamige Schloß, Johannisberg, von dem man eine schöne Aussicht über die Umgebung hat. 1106 gründete Erzbischof Ruthard von Mainz hier, auf dem früheren "Bischofsberg", ein Kloster, welches 1132 zu einer Benediktinerabtei wurde und 1358 durch Verschuldung verfiel und an die Abtei Fulda verkauft wurde. Diese erbaute 1757 auf dem Berg ein Schloss, das während der Säkularisation 1802 an den Prinz von Oranien über ging und 1805 von Napoleon I. an den Marschall Kellermann, Duc de Valmy, verschenkt wurde. Friedrich Wilhelm III. von Preußen wollte es 1814 Blücher vermachen, doch der Kaiser von Österreich kam ihm zuvor und schenkte es 1816 Fürst Metternich als Lehen. 1828 erfolgte eine Renovierung und heute befindet es sich im Besitz der Nachkommen Metternichs. Das frühere Benediktinerkloster existiert noch als "St.-Georgs-Klause". Die Geisenheimer Linde ist im Ortmittelpunkt und Marktplatz der Lindenstadt Geisenheim. Die Linde ist etwa 700 Jahre alt und wurde im Jahre 1568 erstmals urkundlich erwähnt. Hier trafen im Mittelalter |
| Gemeinden und Schöffen zu Rats- und Gerichtsversammlungen zusammen. Heute findet unter ihrer Krone alljährlich ein traditionelles Lindenfest statt. Gegenüber befindet sich das zirka 1856 errichtete Rathaus mit repräsentativer Freitreppe und halboffener Bogenhalle. Weltoffen zeigt sich Geisenheim in seiner Vielzahl von Städtepartnerschaften, die von aktiven und lebendigen Partnerschafts- und Fördervereinen getragen werden, so sind die Partnerschaften mit Chauvigny/Frankreich (1970) und Trino/Italien (1974) sowie Szerencs/Ungarn (1990) Ausdruck von völkerverbindenden Aktivitäten. |
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| Ergänzende Textinformationen zu Geisenheim |
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Info Adresse: |
Jährliche Feste:
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Informationen: |
Touristikbetriebe in Geisenheim |
| www.moselreise.de | www.eifelreise.de | www.hunsrueck-nahereise.de | |