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Koblenz
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Rheinland-Pfalz, 109807 Einwohner, 10507 ha, davon 52 ha Weinbau und 2872 ha Wald |
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![]() Blick auf das Deutsche Eck |
Ad confluentes = bei den Zusammen- fließenden, nannten die Römer das Erdkastell, das sie hier an der Moselfurt der Rheinstraße Mainz-Köln-Xanten kurz nach der Zeitwende errichteten. |
| Koblenz Hauptstadt eines französischen Departements. Ab 1815 wurde es Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz. 1947-50 war Koblenz Sitz der Landesregierung von Rheinland-Pfalz. Im Juli 1948 fand in einem Hotel am Rittersturz bei Koblenz die Konferenz von elf Landes-Ministerpräsidenten statt, die grünes Licht für die Beratungen des parlamentarischen Rates gaben und damit die Gründung der Bundesrepublik einleiteten. Nicht alle deutschen Länder konnten damals der Bundesrepublik beitreten.An diese Tatsache erinnerte Jahrzehnte lang das Mahnmal zur deutschen Einheit an der Landzunge zwischen Rhein und Mosel, dem deutschen Eck. Der Name kommt ursprünglich daher, daß der "Deutsche Orden", ein mittelalterlicher Ritterorden, hier sein Verwaltungsgebäude hatte, die "Komturei". |
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![]() Denkmal von Kaiser Wilhelm I. |
An diesem markanten Platz zwischen den beiden Flüssen wurde 1897 auf gewaltigem Sockel ein 350 Zentner schweres Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. errichtet, der darauf Wilhelm der Große genannt wird, eine Bezeichnung, die sich in der Geschichtsschreibung allerdings nicht durchsetzen konnte. |
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Der stilvolle nahe Blumenhof ist Schauplatz sommerlicher Theateraufführungen und Konzerte. Die erste Kastorkirche wurde 817-836 unter Erzbischof Hetti von Trier mit Unterstützung Kaiser Ludwigs des Frommen erbaut. Hier wurden 842 die Bestimmungen über die fränkische Reichsteilung ausgehandelt, die dann in den Vertrag von Verdun aufgenommen wurden. Der Ostchor der Kirche, die von 1208 stammt, wurde 1495-99 eingewölbt. Diese Kirche, in der deutsche Geschichte gemacht wurde, ist auch nach Kriegszerstörung, Wiederaufbau und neuerlicher gründlicher Restaurierung sehenswert.Vom deutschen Eck führt das Peter-Altmeier-Ufer, benannt nach dem langjährigen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, Mosel-aufwärts. Das Gasthaus Deutscher Kaiser wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Schöffen und erzbischöflichen Münzmeister Konrad von Lengefeld erbaut. Die nahe Balduinsbrücke überspannt auf römischen Fundamenten die Mosel und dient heute noch dem Verkehr. Mit ihr und der alten kurtrierischen Stadtburg kurz davor, die heute Abteilungen der Stadtbibliothek enthält, schließt die Altstadt ab. |
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![]() Blick über den Rhein auf die Festung Ehrenbreitstein |
Die Festung Ehrenbreitstein, welche 118 Meter über dem Rhein gelegen ist, entstand um das Jahr 1000. Die Trierer Kurfürsten bauten sie im Laufe der Jahrhunderte aus und nach der Zerstörung durch die Franzosen, ließe zwischen den Jahren 1817 und 1832 die Preußen die Festung Ehrenbreitstein wieder befestigen. Es entstand eine der stärksten Bastionen nach 1815 in Europa. Nahe bei, am Münzplatz, befinden wir uns wieder in der Altstadt und im Bereich des römischen Kastells, das sich von hier zur Mosel hin erstreckte; das römische confluentes war eher eine "Moselstadt", Koblenz ist heute eine "Rheinstadt". Am Münzplatz steht das Haus Metternich. Im 13. Jhdt. befand sich hier der Hof derer von Bachem, im 15. Jhdt. gehörte er denen von Eltz und 1699 kam er als Lehen an die Grafen von Metternich- Winneburg-Beilstein. Hier wurde am 15.5.1773 Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich geboren; die bestimmende Persönlichkeit des Wiener Kongresses und der deutsch-österreichischen und europäischen Politik bis 1848. Von 1806-1816 befand sich hier die Rechtsfalkultät der Universität Mainz. 1976/77 wurde das kriegszerstörte Haus wieder aufgebaut und dient heute u. a. als Austellungshaus für Kunst. |
| Am Münzplatz befindet sich auch das alte Münzmeisterhaus, das 1763 nach Plänen des kurtrierischen Baumeisters Johannes Seiz errichtet wurde. Weiter zum Rhein hin stoßen wir in der Kornfortstraße auf das Dreikönigenhaus, das 1701 von dem Ratsherrn J.W. von Hauschild erbaut wurde. Es ist das Geburtshaus des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Emmerich Joseph von Breidbach-Bürresheim (1707-1774); seit seiner Wiederherstellung 1977 befindet sich hier die Stadtbibliothek. Durch die linksabbiegende Straße "Auf der Danne" wird von ihm das alte Krämerzunfthaus getrennt, wo sich auch die städtische Mehlwaage befand. Der älteste Bau hier war von 1582, der Neubau stammt von 1709. In der Straße "Auf der Danne" liegt auch das Pfarrhaus Liebfrauen. | |
![]() Die "vier Türme" |
Hier ist seit 586 ein fränkischer Königshof nachgewiesen. 1018 war es erzbischöfliche Residenz und später Sitz des Hofgerichts. Seit 1775 ist es Pfarrhaus. Zeitweise befand sich hier das Priesterseminar für das kurfürstliche Niederstift, also die Landesteile des Trierer Kurstaates, die am Rhein lagen. |
| 1536 wurde er von Bauern überwältigt und des Straßenraubes bezichtigt. Ob das der Wirklichkeit entsprach oder ob er sich politisch mit falschen Freunden verbündet hatte, ist nicht mehr zu beweisen; jedenfalls wurde er geköpft. Selbst im Angesicht des Todes soll er sich den Gaffern zugewandt und ihnen die Zunge herausgestreckt haben. Der rollende Kopf habe häßlich die Augen verdreht - so wie er es immer noch tut. Heute beherbergt der Bau das Mittelrheinmuseum. Daneben steht das 1528-35 erbaute Schöffenhaus als Zeugnis städtischer Selbstverwaltung. Aus der Altstadt ragen die Türme zweier ehemaliger Stiftskirchen: St. Florin aus dem 11. Jhdt. und Liebfrauen. Diese ist seit dem 5. Jhdt. nachweisbar und damit Koblenzer Urpfarrkirche. Der heutige Bau von 1180 wurde Mitte des 13. Jhdt. vollendet. Ein Durchlaß führt auf den Plan, einen weiteren Platz in der Altstadt. Auch hier steht ein Brunnen. Er wurde 1783-86 auf Geheiß des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus erbaut; das Wasser wurde von Metternich hergeleitet. Etwas weiter oberhalb befinden sich an der Straßenkreuzung die sogenannten vier Türme; es handelt sich um die vier Eckhäuser besagter Kreuzung mit erkerartig vorspringenden Gebäudeteilen. Sie entstammen wohl der Zeit kurz nach 1600. Auf dem Plan selbst steht die alte Feuerwache, die 1719 als Stadtkommandantenhaus erbaut wurde und 1805-1895 als Rathaus diente. Im rechten Winkel dazu steht das Drouvensche Haus, 1779 erbaut. Es war 1792 Wohnsitz des Bischofs von Verdun, Renatus Desnois; er hatte - wie viele französische Emigranten vor der französischen Revolution in Koblenz am Hofe des Trierer Kurfürsten Zuflucht gesucht. Daneben, anstelle einer modernen Bank, stand das Geburtshaus von Henriette Sontag (geb. 3.1.1806), einer zu ihrer Zeit großen Sängerin. Über Entenpfuhl und Jesuitengasse kommen wir zum Jesuitenplatz. Hier, wo sich heute die Stadtverwaltung befindet, stand 1250-1580 ein Zisterzienser-Nonnenkloster. Von 1580-1773 war es ein Jesuitenkolleg und später ein Gymnasium; auch heute noch sind es nur wenige Schritte bis zum Görres-Gymnasium. In der Gymnasialstraße befindet sich das Urbild eines Koblenzer Lausbuben, der Schängel - als Brunnenfigur. Nur der Ahnungslose wird sich ihm harmlos nähern - und erhält eine kräftige Dusche aus des Schängelchens Mund. Im Stadtteil Kapellen-Stolzenfels, gegenüber der Lahnmündung auf der linken Seite des Rheins liegt das sehenswerte Schloss Stolzenfels. Es ist eine der malerischsten Rheinburgen. |
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| Ergänzende Texte zu Koblenz | |
| Stadtteil Arenberg | |
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Info Adresse: |
Jährliche Feste:
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Informationen: |
Touristikbetriebe in Koblenz |
| www.moselreise.de | www.eifelreise.de | www.hunsrueck-nahereise.de | |