Remagen

Rheinland-Pfalz, 66 m, 16300 E., Kreis Ahrweiler

  


Die Apollinariskirche im neugotischen Stil
Die schön gelegene Stadt umfaßt die Ortsteile Kripp, Oberwinter, Oedingen, Rolandseck, Rolandswerth und Unkelbach. – Römisches Museum und Friedensmuseum, Freizeitbad.
Remagen war ein römisches Grenzkastell (“Rigomagus“), das 1902 vom Landesmuseum Bonn teilweise ausgegraben wurde. Dabei wurde die stellenweise noch erhaltene Kastellmauer gefunden. Im 5. Jahrhundert wurde innerhalb der Mauern des Römerkastells Rigomagus die erste christliche Kirche in Remagen erbaut.
Auf dem Kirchof rechts der Kirche befindet sich das romanische Pfarrhoftor aus dem 12. Jahrhundert. Die noch nicht in allen Einzelheiten gedeuteten Skulpturen stellen u. a. Samsons Kampf mit dem Löwen und die Todsünden dar. Teile der Mauer sind spätromanisch.
In der alten Pfarrkiche - heute Taufkapelle - sind Fresken aus dem 13. Jahrhundert zu sehen, die bei Restaurierungsarbeiten unter bis zu 14 Farbschichten endeckt wurden. Im neuromanischen Anbau befindet sich ein Altartisch, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Sehenswert ist die kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul. Sie wurde erstmals 1003 erwähnt und ab 1246 in romanischem Stil neu erbaut. Heute dient die alte Pfarrkirche dem 1903 fertiggestellten neoromanischen Kirchenbau als vorgelagertes Querschiff. Das romanische Tor zwischen Kirche und Pfarrhaus zeigt bemerkenswerte Skulpturen aus dem späten 12. Jh.
Auf der Höhe des Apollinarisberges wurde 1839–1842 die neugotische Apollinariskirche durch den Kölner Dombaumeister Ernst-Friedrich Zwirner errichtet.

In früherer Zeit stand dort die Martinskirche, im Mittelalter Propstei der Äbte von Siegburg. Der Legende nach soll 1164 das Schiff, das die aus Mailand stammenden Reliquien der Hl. Drei Könige und des Bischofs Apollinaris nach Köln bringen sollte, bei Remagen mitten auf dem Rhein so lange stehen geblieben sein, bis dessen Haupt in die St.-Martin-Kirche überführt war. Heute wird die silberne Reliquienbüste des heiligen Apollinaris in einem Sarkophag in der Krypta der Apollinariskirche aufbewahrt (Wallfahrt). Jedes Jahr zur Wallfahrtszeit Ende Juli wird diese aus dem Sarkophag erhoben. Die Innenausmalung der Kirche und die Fresken sind ein in Deutschland einmaliges Beispiel für die Kunst der Nazarener (Anfang 19. Jh.).



Die berühmte Brücke von Remagen
mit dem Friedensmuseum
Das Römische Museum Remagen (Kirchstraße 9) befindet sich in der ehemaligen Kapelle (15. Jh.) des Knechtstedener Hofes. Im Kellergeschoß sind Reste einer römischen Säulenanlage erhalten. Nach Themengruppen geordnet sind zahlreiche Funde aus dem 1.–5. Jh. n. Chr. ausgestellt. Sie geben u.a. Einblick in das Leben der römischen Hilfstruppensoldaten.
Die Brückentürme der im Zweiten Weltkrieg letzten intakten Rheinbrücke, die Remagener Brücke, befinden sich etwa 700 m flußaufwärts der Rheinpromenade. In ihnen ist das Friedensmuseum "Brücke von Remagen", das ihren Bau 1916 bis 1918, ihre misslungene Sprengung sowie die anschließende Eroberung am 7.März 1945 durch amerikanische Truppen dokumentiert.
Hier befindet sich auch eine Ausstellung mit den Portraits aller Friedensnobelpreisträger, diese ist weltweit einmalig. Außerdem wird dort das Kriegsgefangenenlager Remagen/Sinzig dokumentiert.
m Ortsteil Rolandswerth befinden sich der vielbesuchte Rolandsbogen und die Klosterinsel Nonnenwerth. Der Rolandsbogen ist der Überrest einer von Erzbischof Friedrich I. von Köln Anfang des 12. Jh. erbauten Burg, die 1475 von den Kaiserlichen im Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund erstürmt und zerstört wurde.
Der eigentliche Bogen stürzte in einer stürmischen Dezembernacht 1839 ein, worauf der Dichter Ferdinand Freiligrath Mittel zu seiner Wiederherstellung sammelte. Am Fußweg von Rolandswerth zum Rolandsbogen befindet sich ein Freiligrath-Denkmal. Vom Rolandsbogen (gehobenes Restaurant) aus genießt man eine Panoramaaussicht auf das Rheintal, das Siebengebirge und das Kloster Nonnenwerth mit der Liszt-Platane.

       Ergänzende Texte zu Remagen

Info Adresse:

Tourist-Information Remagen
Bachstraße 5
53424 Remagen
Tel.: (0 26 42) 2 0187
Fax: (0 26 42) 2 01 27


  Jährliche Feste:

  • Promenadenfest am 1. Mai-Wochenende
  • Apollinaris-Wallfahrts-Wochen die letzten beiden Juli-Woche
  • Traditionelles Weinfest am 3. September-Wochenende.

Informationen:
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