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Sankt Goar
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Rheinland-Pfalz, Rhein-Hunsrück-Kreis, 3500 E., 71 m |
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![]() Rheinpromenade von St. Goar |
Dort wo heute das Rheinstädtchen liegt, lebte im 6. Jh. der heilige Goar als Einsiedler. Er war es, der Mitte des 6. Jh. an der Lohbachmündung eine Klause erbaute und das Evangelium am Mittelrhein verkündete. 765 entstand hier eines der ältesten Klöster Deutschlands, an dessen Platz sich jetzt die Stiftskirche befindet. Unter dem Chor der Kirche kann man immer noch die Kapelle des heiligen Goar besichtigen - bis zur Reformation galt St. Goar als Wallfahrtsort. Weiterhin gibt es in der Kirche noch die romanische Krypta aus dem 11. Jahrhundert, die zierlichen Netzgewölbe (15. Jahrhundert) und einige gotische Wandmalereien (ebenfalls 15. Jahrhundert), anzuschauen. Besonders drei hervorragend erhaltenen Grabdenkmäler (u. a. das des Landgrafen Philipp II von Hessen und seiner Frau Anna) sind sehenswert. Neben der Stiftskirche existiert noch eine kleine, katholische Pfarrkirche, die ein Goar-Epitaph aus dem 14. Jahrhundert enthält, das ursprünglich der Goar-Kapelle als Deckplatte der Tumba diente. Zentrum des wertvollen Hochaltars ist ein gotisches Triptychon (1740) aus der Schule des "Hausbruchmeisters". Den Glockenturm, der früher ein Koblenzer Tor war, ziert eine zweite Darstellung des heiligen Goar. |
| Im 12. Jahrhundert erwarben die Grafen von Katzenelnbogen die Vogtei über Kloster, Rheinzoll und Siedlung, und da St. Goar nun Festungsstadt war, wurde sie oft in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. Zur Sicherung des Rheinzolls errichtete Graf Dieter V. von Katzenelnbogen 1245 die Kernburg "Rheinfels", die hoch über St. Goar thront. Schon zehn Jahre später versuchte der Rheinische Städtebund mit 9000 Bewaffneten, die Festung wegen Erhöhung des Zolls einzunehmen, aber nach 40 erfolglosen Angriffen und über einem Jahr Belagerung mussten seine Truppen unverrichteter Dinge abziehen. |
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![]() Blick auf Burg Rheinfels |
Nach dem Aussterben der Grafenfamilie 1479 kamen die Hessischen Landgrafen in den Besitz von Rheinfels und bauten sie ab dem 15. Jahrhundert zur Schloß-Festung aus. In den folgenden Jahren gab es schwere Kämpfe und die Burg wechselte mehrfach den Besitzer. 1797 / 98 sprengten die Franzosen Festungswerk und Schloß und die Ruine wurde fortan als Steinbruch (unter anderem zum Neuaufbau von Ehrenbreitstein) genutzt. Durch den Kauf des Prinzen von Preußen 1843, wurde der Verfall verhindert. Bis 1925 gehörte die Ruine den Hohenzollern, dann kam sie in den Besitz der Stadt St. Goar. Heute befindet sich ein Hotel-Restaurant und ein Museum in Rheinfels. An der Bergseite der Stadt sind noch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, der Hexenturm und der Kanzleiturm erhalten. Ein keltisches Monument, die 1,20 m hohe "Flammensäule" mit interessanten Inschriften, kann hier nur als Kopie besichtigt werden, denn das Original befindet sich im "Rheinischen Landesmuseum" in Bonn. Erwähnenswert sind die in St. Goar angebauten Weine mit ungewöhnlichen Namen wie "Kuhstall" oder "Hasenflöz". Sportliche Möglichkeiten (Angeln, Minigolf und Wassersport) sind gegeben. |
| Ergänzende Texte zu St. Goar | |
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Info Adresse: |
Jährliche Feste:
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Informationen: |
Touristikbetriebe in Sankt Goar: |
| www.moselreise.de | www.eifelreise.de | www.hunsrueck-nahereise.de | |